FUTURA LEERAU

Liebe Moosleerberinnen und Moosleerber


Moosleerau wächst: Bis zum Jahr 2031 wird mit einem Bevölkerungswachstum von 30 bis 40 Prozent gerechnet. Dieses Wachstum bringt einen steigenden Platzbedarf für unsere Schule und die Verwaltung mit sich. Mit dem strategischen Kauf der Liegenschaft «Restaurant Sonne» im Jahr 2025 hat der Gemeinderat einen wichtigen Grundstein gelegt, um zentrale Flächen für die öffentliche Nutzung zu sichern und unser Dorfzentrum langfristig zu stärken.

 

Am 3. Juni 2026 hat der Gemeinderat die Bevölkerung zu einer Informations- und Austauschveranstaltung eingeladen, um das Projekt «Futura Leerau» und die Ergebnisse der Arealstudie vorzustellen.

Entwicklungsprojekt

Moosleeraus Investition in die Zukunft

  • Der Kauf der Liegenschaft «Restaurant Sonne» stellt eine langfristige Investition in die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde dar
  • Gewährleistung der wichtigen Sicherung zentraler Flächen für die öffentliche Nutzung
  • Grundstein für das Projekt «Futura Leerau»
  • Die Liegenschaften grenzen an die Gemeindeparzellen 554 und 896 (Feuerwehr, Werkhof und Entsorgungsstelle)
  • Die Zufahrt zum Werkhof ist durch den Kauf weiterhin sichergestellt

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Arealstudie und mögliche Nutzung des Areals

Die Arealstudie für das Projekt «Futura Leerau» wurde initiiert, um die zukünftige Nutzung und die optimalen Entwicklungspotenziale des zentralen Sonnen-Areals fundiert zu prüfen. Im Fokus stand dabei die Frage, wie das Areal bestmöglich zur Standortattraktivität von Moosleerau beitragen kann. Die Studie untersuchte intensiv, wie die Abdeckung öffentlicher Bedürfnisse – insbesondere für die Gemeindeverwaltung sowie die Bereiche Werkhof und Feuerwehr – mit einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwertschaffung für das gesamte Dorf kombiniert werden kann. Dazu gehört auch die Prüfung von Flächen für Gewerbe und öffentliche Nutzungen. Wichtig zu betonen ist, dass eine Aufstockung des bestehenden Schulhauses explizit kein Bestandteil dieser Untersuchung war, da der Fokus voll und ganz auf der Entwicklung des Sonnen-Areals liegt.

 

Um eine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu schaffen, wurden im Vorfeld die Bedürfnisse des umliegenden Gewerbes eingeholt und die verkehrstechnische Erschliessung über die Kantonsstrasse K108 geklärt. Zusammen mit dem Ortsplaner wurden die rechtlichen Machbarkeiten gemäss der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) sowie kantonalen Bestimmungen geprüft und verschiedene Bebauungsmöglichkeiten analysiert. Daraus resultierten vier unterschiedliche Optionen, für die eine Grobkostenschätzung erstellt wurde. Zwei dieser Optionen wurden anschliessend vertieft ausgearbeitet, während parallel dazu bereits erste Finanzierungsgespräche mit dem Kanton und Banken stattfanden.

Weitere Informationen

Die Präsentation vom 3. Juni 2026 mit allen Informationen zum Projekt, der Arealstudie und weiteren Impressionen können Sie hier downloaden. Die Arealstudie wurde von Leutwyler & Sandmeier im Auftrag der Gemeinde Moosleerau erstellt. 

 

Präsentation vom 3. Juni 2026

FAQ

Chancen, Risiken und Herausforderungen

1. Warum beschäftigt sich die Gemeinde überhaupt mit diesem Projekt?

Die Gemeinde benötigt langfristig zusätzlichen Schulraum und neue Verwaltungsräumlichkeiten. Gleichzeitig bietet sich die seltene Chance, einen zentralen Standort aktiv zu entwickeln und wichtige Angebote für die Bevölkerung langfristig zu sichern.

 

2. Warum entwickelt die Gemeinde das Projekt selbst und überlässt es nicht einem privaten Investor?
Die Gemeinde kann neben wirtschaftlichen Aspekten auch öffentliche Interessen berücksichtigen, beispielsweise Alterswohnungen, Nahversorgung, Infrastruktur und die langfristige Entwicklung des Dorfzentrums

 

3. Kann sich Moosleerau ein Projekt dieser Grössenordnung überhaupt leisten?

Nach heutiger Einschätzung ja. Die Wirtschaftlichkeit wurde geprüft und die erwarteten Mieterträge tragen wesentlich zur Finanzierung bei. Weitere Entscheide werden erst getroffen, wenn belastbare Grundlagen vorliegen.

 

4. Warum ist eine Fremdfinanzierung notwendig?

Eine Gemeinde der Grösse von Moosleerau verfügt nicht über genügend Eigenmittel, um ein Projekt dieser Grössenordnung vollständig selbst zu finanzieren. Ohne Darlehen wäre eine solche Entwicklung kaum möglich.

 

5. Steigt die Verschuldung der Gemeinde?

Ja, die Verschuldung steigt vorübergehend. Die Pro-Kopf-Verschuldung würde um rund CHF 1‘700 ansteigen. Dem Darlehen steht jedoch ein Vermögenswert in Form einer Liegenschaft gegenüber. Langfristig wird das Darlehen zurückbezahlt.

 

6. Müssen wegen des Projekts die Steuern erhöht werden?

Nach heutigem Stand nein. Das Projekt soll sich langfristig durch Mieterträge mitfinanzieren. Der erwartete Nettoertrag entspricht langfristig ungefähr dem Ertrag von rund 15 Steuerprozenten.

 

7. Können zukünftige Investitionen der Gemeinde trotz dieses Projekts weiterhin umgesetzt werden?

Ja. Nach heutiger Einschätzung bleiben die geplanten und notwendigen Investitionen der Gemeinde weiterhin möglich. Die langfristige Handlungsfähigkeit der Gemeinde soll erhalten bleiben.

 

8. Was passiert, wenn wir nichts machen?

Die Gemeinde verliert langfristig den Einfluss auf die Nutzung dieses zentralen Standorts. Wichtige Entwicklungsmöglichkeiten für das Dorfzentrum würden entfallen und spätere Ersatzlösungen müssten anderweitig gesucht werden.

 

9. Was passiert, wenn Coop in Zukunft den Standort wieder aufgibt?
Die Flächen werden so geplant, dass sie auch für andere Detailhändler oder alternative Nutzungen geeignet sind. Das Projekt ist nicht ausschliesslich auf einen einzelnen Mieter ausgerichtet.

 

10. Warum ist Option 3 die favorisierte Richtung des Gemeinderats?

Option 3 vereint mehrere Ziele gleichzeitig: Sicherung der Nahversorgung, Alterswohnungen, neue Verwaltungsräumlichkeiten, zusätzliche Einnahmen und die langfristige Entwicklung des Dorfzentrums. Aus Sicht des Gemeinderats bietet sie aktuell das ausgewogenste Verhältnis zwischen Nutzen, Entwicklungspotenzial und Wirtschaftlichkeit.

 

11. Warum braucht es Alterswohnungen in Moosleerau?

Viele Einwohnerinnen und Einwohner wünschen sich die Möglichkeit, auch im Alter im Dorf wohnen zu bleiben. Altersgerechte Wohnungen schaffen ein entsprechendes Angebot und fördern kurze Wege sowie die soziale Vernetzung.

 

12. Wie sicher sind die heutigen Kostenangaben?

Die aktuelle Kostenschätzung basiert auf einem Vorprojekt und dient als Planungsgrundlage. Im weiteren Projektverlauf werden die Kosten detaillierter erarbeitet und laufend überprüft. Deshalb spricht man heute bewusst von einer Grobkostenschätzung.

 

13. Welche Risiken sieht der Gemeinderat?

Die wichtigsten Risiken liegen bei:

  • steigenden Baukosten
  • Veränderungen der Zinsen,
  • Entwicklungen auf dem Mietmarkt,
  • sowie bei den langfristigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Diese Risiken werden bei den weiteren Planungen laufend berücksichtigt.

 

14. Wer entscheidet über die nächsten Schritte?
 Die nächsten wichtigen Entscheide erfolgen durch die Gemeindeversammlung. Der Gemeinderat kann das Projekt nicht allein umsetzen. Sowohl der Planungskredit als auch ein späterer Baukredit müssen von der Gemeindeversammlung bewilligt werden.

 

15. Wann könnte das Projekt (Option 3) frühestens realisiert werden?

Gemäss aktueller Planung soll zunächst ein Planungskredit eingeholt werden. Anschliessend folgen Projektierung, Finanzierung, Baubewilligungsverfahren und Baukredit. Bei einem positiven Verlauf könnte eine Realisierung ab Ende 2029 erfolgen.

 

16. Ist das Projekt (Option 3) bereits beschlossen?

Nein. Beschlossen wurde bisher lediglich der Kauf der Liegenschaft sowie die Erarbeitung von Grundlagen. Über die weiteren Planungsschritte und insbesondere über einen späteren Baukredit entscheidet die Gemeindeversammlung zu einem späteren Zeitpunkt.

Kontakt

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Gerne geben wir Ihnen Auskunft.

 

Gemeindeverwaltung Moosleerau
Hubelstrasse 220
5054 Moosleerau

 

📞 Telefon 062 738 70 80
📧 E-Mail moosleerau@moosleerau.ch

💻  Website www.moosleerau.ch